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  1. Wunderburg Bamberg
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Die Wunderburg bezeichnet in Bamberg ein Stadtgebiet, das heute etwa 7500 Einwohner hat. Es befindet sich im Südosten und grenzt an Theuerstadt, Bamberg-Ost, Hauptmoorswald und Gereuth.

Der Ursprung des Namens Wunderburg ist Spekulation. Aber es existiert eine Erwähnung in einem Dokument des Jahres 1350 in der der Name auftaucht. Geht man nach diesem Dokument, geht der Name auf die Bewunderung eines neuen Gebäudes, das damals außerhalb der Stadt lag. Auftraggeber dieses Baus war Friedrich von Rothenstein, der damit ein stattliches Gebäude zwischen Nürnberger Straße und Hauptsmoor schuf.

Im Gebiet der Wunderburg, was eher ländlich geprägt war, existieren viele Gärtnereien und Forst- und Jagdwirtschaft. Wichtigste Handelsstraße war die nach Nürnberg, dazu die über die Regnitz führende zur Inselstadt und die Egelseestraße. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde im Gebiet der Wunderburg 1632 ein Feuer gelegt, dem fast alles zum Opfer fiel: Gärtnereien, Landwirtschaft, Häuser und Felder. Ausgelöst wurde das Feuer bei einem Gefecht zwischen Schweden und kaiserlichen Truppen.

Im Jahre 1673 wurde das Gebiet der Wunderburg in die Immunität des Stifts Sankt Gangolf aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt unterlag das Gebiet der Gerichtsbarkeit. Somit herrschte das Stift derzeit über die Wunderburg. Der Stand der Wunderburg glich damals dem der anderen Siedlungen Aufseßhöflein, Seehöflein, Rothof, Cherbonhof, Bug und Bughof. Bis zur Säkularisation gehörte die Wunderburg zum Hochstift Bamberg, war somit eine eigene Gemeinde über die die Bischöfe verfügten.

In der Nähe zur Straße nach Nürnberg stand zwischen 1362 und 1810 ein Galgen. Er sollte die Bürger Abschrecken. Zeugnis dieser Zeit sind die Straßennamen: Galgenfuhr, Am Hochgericht und Galgenfelder.

Während der Säkularisation ging das Gebiet in den Besitz des Bayerischen Kurfürstentums über. Damals wurde das Gebiet in Distrikte aufgeteilt, die Wunderburg lag im Distrikt V. Damals entstanden Bürgervereine.

Bis 1888 stand in diesem Gebiet eine barocke Kapelle, welche 1689 erbaut worden war. An die gleiche Stelle wurde direkt nach dem Abriss der Bau der Pfarrkirche Maria Hilf begonnen. Seit 1982 ist die Kirche von einer Fußgängerzone umgeben.

Nahe der Straße nach Nürnberg wurden die Koppenhofkaserne und später die Holzhofkasernen I und II errichtet.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Kasernen umfunktioniert und hier fanden Menschen ohne Heimat Unterschlupf. Mittlerweile ist das Gebiet der Kasernen ein Gewerbegebiet geworden.

Zu Beginn des Gebiets Wunderburg, gab es hier Felder, Gärtnereien und Forstwirtschaft. Doch mit der Industrialisierung musste die Natur Anbauflächen für Wohnungen weichen, in denen die zahlreichen Arbeiter für die Industrie untergebracht wurden.

Im Gebiet der Wunderburg sitzen die Brauereien Mahr und Brauerei Kessmann. Außerdem gibt es eine Mälzerei. Bis zum Jahre 2008 gab es hier auch noch die Maisel-Bräu.

Wunderburg
96050 Bamberg

zwischen Beichanger und Kapellenstraße

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