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Die erste Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen wurde im Jahre 1448 errichtet. Sie wurde mithilfe von Spenden erbaut. Während der Bauernkriege nahm die Wallfahrt gänzlich ab, was dazu führte, dass die Kirche geschändet und geplündert wurde. Doch die Plünderer stellten eine Inventarliste aller Gegenstände der Kirche auf, deshalb weiß man heute, welche Gegenstände sich damals in der Kirche befunden haben müssen.

Im 14. Jahrhundert wurde die Kirche neugebaut und geweiht. Die Pläne damals sahen eine Art Kirchenburg vor.

Über die Jahrhunderte hinweg wurde die Wallfahrt wieder mehr. Um diesem Trend entgegen zu kommen, plante man eine neue Kirche für die Pilger. Um diese stritten sich der Abte von Langheim und der Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn. Damals standen zwei Pläne zur Auswahl, ein kostengünstiger Plan von Gottfried Heinrich Krohne, sowie ein Plan für einen Monumentalbau Johann Jakob Michael Küchel.

Am Ende wählte man keinen der beiden, sondern einen Entwurf von Balthasar Neumann. Der Bau der Kirche begann 1743 und wurde 1772 beendet. Die Kirche erhielt den Namen Basilika Vierzehnheiligen. Der Stil der Kirche ist im Spätbarock anzusiedeln, die Inneneinrichtung im Rokokostil.

Ins Innere der Wallfahrtskirche führt ein Portal, das von zwei Türmen eingerahmt ist. Der mittlere Teil der Kirche ist geschwungen. So ist die Kirche bereits von weitem gut erkennbar. Sie stellt das Pendant zum Kloster Banz dar, welches auf der gegenüberliegenden Seite liegt. Vom Grundriss her hat man sich an einem Kreuz orientiert, in Innere gelangt man vom Fuße des Kreuzes her. Im Plan von Balthasar Neumann hatte der den Gnadenaltar in der Mitte des Kreuzes vorgesehen. Doch der Bauleiter Gottfried Heinrich Krohne änderte den Plan dahingehend, dass der Gnadenaltar im östlichen Teil der Kirche aufgestellt wurde.

Baulich gelang es Balthasar Neumann eine optische Täuschung zu erzeugen. Hilfsmittel waren Bögen und Ovale. Sobald man im Längsschiff der Wallfahrtskirche steht, sieht man den Gnadenaltar immer in der Mitte des Kreuzes, auch wenn er eigentlich nicht dort steht.

Es existieren auch schöne Stuckarbeiten von Franz Xaver Feuchtmayer, Johann Georg Üblhör und Johann Michael Feuchtmayer, sowie kunstvolle Gemälde von Guiseppe Appianis. Das Gewölbe der Basilika Vierzehnheiligen wurde aus fränkischen Kalkmarmor hergestellt. Dieses Material gilt als nicht sehr robust, doch die Wallfahrtskirche war sehr standhaft, selbst in einem Feuer von 1835, was ein Blitz verursacht hatte.

Der bereits erwähnte, stufenartig gebaute Gnadenaltar ist das Herz der Basilika Vierzehnheiligen. Man hat ihn frei stehend im Längsschiff platziert. In ihm können Sie die vierzehn Nothelfer, die der Wallfahrtskirche ihren Namen verlieh, begutachten: der Heilige Achatius, der Heilige Ägidius, die Heilige Barbara, der Heilige Blasius, der Heilige Christopherus, der Heilige Cyriakus, der Heilige Dionys, der Heilige Erasmus, der Heilige Eustachius, der Heilige Georg, die Heilige Katharina, die Heilige Margareta, der Heilige Pantaleon und letztlich der Heilige Vitus. Zwölf der vierzehn Heiligen sind auf dem Altar abgebildet. Die Heilige Barbara und die Heilige Katharina können auf den Nebenaltären bewundert werden.

Zu den Vierzehnheiligen existiert folgende Legende: Ein Schäfer lief über ein Feld. Es war im Jahre 1445. Da erschien ihm ein Kind, das weinend und frierend auf dem Boden saß. Der Schäfer wollte sich dem Kind nähern, doch da verschwand es.

Es vergingen ein paar Tage, der kam der Schäfer wieder über das besagte Feld. Und wieder erschien ihm das Kind, doch dieses Mal sah er rechts und links neben dem Kind zwei Kerzen, die in der Luft schwebten. Der Schäfer starrte ungläubig auf die Stelle, doch als er die Wimpern nieder schlug und dann wieder aufschaute, war das Kind wieder verschwunden.

Bis der Schäfer das Kind wieder sah, verging beinahe ein Jahr. Er schritt über das Feld und sag auf einmal das Kind. Es hatte ein blutiges, rotes Kreuz auf der Brust. Dieses Mal war das Kind nicht allein, sondern vierzehn weitere Kinder standen um es herum und alle waren in weiße Gewänder gehüllt.

Der Schäfer wagte nicht sich zu rühren. Dann sprach das Kind ihn an: „Wir sind die vierzehn Nothelfer und wollen eine Kapelle haben“. Danach verschwanden die Kinder gen Himmel. Schnell holte der Schäfer die Bauern auf den Feldern zusammen und errichtete an der Stelle, wo die Kinder gestanden hatten ein Kreuz.

Es vergingen ein paar Tage, da kam eine todkranke Magd auf das Feld und betete am Kreuz dafür, dass sie noch nicht sterben wolle, denn sie hatte Angst ihren Mann zurück zu lassen. Sie blieb bis die Nacht kam.

Am nächsten Tag erwachte die Magd ohne Schmerzen und war geheilt. Das sprach sich bald herum und so suchten immer mehr Menschen das besagte Kreuz auf um zu den Vierzehnheiligen zu beten.

Vierzehnheiligen
Vierzenheiligen 2
96231 Staffelstein

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