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  1. St. Jakob Bamberg, Bergstadt
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Gestiftet wurde die Kirche Sankt Jakob von Bischof Herrmann. Er war der 6. Bamberger Bischof. Vollendet wurden die Arbeiten unter dem Bischof Otto.

Zur Errichtung im Jahre 1071 war die Wallfahrt in ihrer Blütezeit. Die Kirche stand damals außerhalb von Bambergs Stadtkern und war Anlaufpunkt für zahlreiche Pilger, die auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela an Bamberg vorbei kamen.

Die Kirche ist innen wie außen ein Denkmal der vergangenen Epochen und ihrer 1000-jährigen Geschichte. Baulich galt der 1. Bamberger Dom als Vorbild. Die Kirche besitzt drei Kirchenschiffe und ist nach Westen ausgerichtet. Die Ausrichtung orientiert sich an dem St. Peters Dom in Rom. Sie ist kreuzförmig gebaut, flach gedeckt und besitzt zwei Chöre. Der westliche Chor wurde im 15. Jahrhundert erneuert und der Epoche der Gotik angepasst.

Es existiert ein Wappen aus dem 13. Jahrhundert, welches das älteste sein soll, das den Bamberger „Stadtritter“ zeigt. Es fanden im 18. Jahrhundert zwei große Restaurierungen statt, bei der die Krypta vollständig verloren ging. Aus dieser Restaurierung stammen die Freskogemälde, die Szenen aus dem Leben des heiligen Jakobus zeigen.

1771 entstand eine Barockfassade, die die eigentlich romanische Fassade verdeckt. Noch heute werden zahlreiche Bauelemente aus der Romantik entdeckt. Und auch im Inneren hat sich die Epoche der Romantik verewigt. Die nach osten gerichtete Seite ziert ein Heiliger Jakobus.

Während der Säkularisation sollte die Kirche 1803 verkauft und dann abgerissen werden. Doch die Marianische Herren- und Bürgersodalität konnte das Gebäude durch den Erwerb erhalten. Noch heute ist sie Eigentum der Sodalitätskirche.

Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche reromanisiert. Bis heute ist sie die einzige fast vollständige romanische Kirche von Bamberg.

 

Der Nordturm beherbergt fünf Glocken. Die Jacoubs- und Marienglocke stammen aus dem 14. Jahrhundert und wurden von einem anonymen Meister gegossen. Die jüngste der Glocken ist die Franziskusglocke von 1956, ihr Schaffer war Friedrich Wilhelm Schilling. Von 1540 stammt die Messglocke, deren Urheber eine Nürnberger Werkstatt war. Die Chorglocke wurde 1718 von Johann Conrad Roth erschaffen.

Vor der Kirche befindet sich eine Akazienallee, die auch Franzosenallee genannt wird, denn sie wurde von einem französischen Unteroffizier, der in Kriegsgefangenschaft war, geschaffen.

St. Jakob
Jokobsplatz
96049 Bamberg
0951 871871

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