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  1. St. Stephan Bamberg, Bergstadt
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Die Kirche Sankt Stephan finden sie zentral auf dem Stephansplatz in Bamberg. Sie existiert seit mehr als 1000 Jahren. Bischof Eberhard I gründete die Kirche Sankt Stephan im Zeitraum zwischen 1007 und 1009 n.Chr. Stifter waren das Ehepaar Kaiser Heinrich II und Kaiserin Kunigunde. Einer Legende zu Folge war aber Kaiserin Kunigunde die Hauptstifterin der Kirche Sankt Stephan. Die Kirchenweihe fand erst 1020 n.Chr. durch Papst Benedikt VIII statt. Dieser war auf Reisen und besuchte auch Bamberg.

Der Grundriss der Kirche wurde in Form eines griechischen Kreuzes geplant. Die Kirche hatte zwei Chöre, einer gen Osten, der andere ging Westen. Der westliche Chor weihte man dem Heiligen Stephan, den nach Osten gerichteten dem Heiligen Peter. Das Kirchenschiff verlief von Süden nach Noden.

Im 12. Jahrhundert bekam die Kirche Sankt Stephan einen großen Kirchturm. Initiator dieser Erweiterung war Bischof Otto I von Bamberg. Er lag zwischen Nord- und Westbau.

Nicht genau überliefert ist der Umbau des Kirchturms im Jahre 1235. Der Bamberger Fürstbischof Eckbert von Andechs-Meranien ließ die Änderungen durchführen. Es ist aber nicht sicher, ob der Turm nochmal komplett neu gestaltet wurde, oder nur erweitert wurde.

Zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erhielt die Kirche Sankt Stephan viele Kapellen und Altäre. Doch die Kapellen sind nicht bis heute erhalten geblieben. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche nämlich neu gebaut. Diesem Neubau fielen die Kapellen zum Opfer.

Beispielsweise gab es die Corporis-Christi Kapelle. Diese wurde 1325 errichtet und 1677 abgerissen. Verortet war die Kapelle zwischen südlichem Kirchenschiff und östlichem Chor.

Dann gab es noch die Kunigundenkapelle. Sie wurde 1361 gebaut. Diese stand zwischen dem östlichen Chor und dem nördlichen Kirchenschiff. Doch auch diese Kapelle wurde 1628 wieder abgerissen. 1397 entstand noch eine Laurentiuskapelle. Diese stand neben dem westlichen Chor und dem südlichen Kirchenschiff. Aber auch diese wurde 1677 abgerissen.

Nachdem es die Kirche Sankt Stephan etwa 500 Jahre gab, war sie bereits ziemlich mitgenommen. Deshalb wurden Pläne zum Neubau entwickelt. Ab 1625 entworfen Giovanni Bonalino und Valentin Junker einige Pläne für den Neubau.

Im Jahre 1628 begannen die Arbeiten am östlichen Chor der Kirche. Mit diesen Arbeiten war man 1631 fertig. An diesen Arbeiten waren Hans Globeth und Sebastian Dößler beteiligt.

Doch inmitten des Dreißigjährigen Kriegs (Beginn 1618 bis 1648) waren die finanziellen Mittel rar und so konnte der Rest der Kirche nur provisorisch instand gesetzt werden. Doch 1677 konnte man Antonio Petrini mit dem Neubau beauftragen. Das Äußere der Kirche war sodann bereits 1680 fertig. Danach begannen die Arbeiten im Inneren der Kirche. Es wurden schöne und aufwendige Stuckarbeiten geleistet. Dass die Kirche zwei Chöre hatte, daran störte man sich im 17. Jahrhundert. Deshalb wurde der östliche Stephanchor damals zum einzigen Chor.

Im Jahre 1709 wurde eine Orgelempore angebracht. Diese war von Leonhard Dientzenhofer entworfen und hergestellt worden. Im selben Jahr konnte die Kirche von Bischof Johann Werner Schatz geweiht werden.

Die Säkularisation führte dazu, dass die Kirche Sankt Stephan im Jahre 1807 der evangelischen Gemeinde überlassen wurde. In dem Zuge verkaufte diese neue Gemeinde das meiste Inventar. Darunter waren beinahe alle Altäre und die Kanzel.

Im 19. Und 20. Jahrhundert wurden abermals viele Renovierungs- und Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Sollten Sie die Kirche Sankt Stephan besuchen, werden Ihnen die sehr hohen Gewölbedecken auffallen. Diese sind reich verziert mit kunstvollen Stuckarbeiten. Im Chor bespielsweise finden sich acht Stuckfiguren. Es handelt sich dabei um Bildnisse der Heiligen Muttergottes, der Heiligen Kunigunde mit einem Modell der ersten Kirche St.Stephan, dem Heiligen Heinrich, ebenfalls mit einem Modell des Bamberger Doms, des Heiligen Otto, Petrus, Laurentius, Paulus und Kilian. Das Stuckbild in der Vierung ist reich verziert und gibt dem Ganzen eine kunstvolle Note. Sie ist eine der schönsten Stuckarbeiten in Bamberg. Gezeigt wird das Martyrium von Sankt Stephan

St. Stephan
Stephansplatz 5
96049 Bamberg
0951 5193235

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