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  1. Mühlenviertel Bamberg
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Das Mühlenviertel ist eines der schönsten Sehenswürdigkeiten Bambergs. Es teilt sich in zwei Bereiche: Das obere und das untere Mühlenviertel. Beide Viertel werden nur durch die Bischofsmühlbrücke voneinander getrennt.

Bereits im 14. Jahrhundert fanden die Mühlen unter der St. Stephans Kirche ihren Weg in die Überlieferungen in Schriftstücken. Obere sowie untere Mühlen bildeten genossenschaftliche Verbände. Das obere Mühlenviertel war in dem Steinmühlenverband, unteres Mühlenviertel bildete den Brudermühlenverband. Damals wurden die einzelnen Mühlen an Teilhaber vergeben. Die „Untere Brücke“ fand bereits 1020 schriftliche Erwähnung. Ihre Entstehung sollte eine Furt durch die Regnitz ersetzen. Die Brücke wurde immer wieder zerstört und musste mit den unterschiedlichsten Materialien wieder aufgebaut werden. Im Zuge des Krieges wurde sie,  wie alle anderen Bamberger Brücken von der Deutschen Wehrmacht gesprengt. 1967 wurde sie durch die heutige massive Betonkonstruktion ersetzt. Die Untere Mühlbrücke erschloss damals die im Fluss liegenden Mühlen und verband den Geyerswörthplatz mit dem damaligen Mühlhof. Heute bildet der frühere Mühlhof einen Teil der Geyerswörthstraße.

Den Namen des Mühlenverbandes des unteren Mühlenviertels stammt von der wichtigsten Mühle ab: der Brudermühle. Sie war Eigentum der Georgsbrüder und damit des Domkapitels. Zwei weitere Mühlen des Verbandes standen in der Flussmitte und waren durch einen Steg miteinander verbunden. Sie waren Schneid-, Öl-, Schleif-, Hammer- und Walkmühlen. Die Mühlen waren durch einen Zaun und Tore von der Öffentlichkeit ausgeschlossen. Etliche Brände und Hochwasser zerstörten die Mühlen immer wieder. Der letzte große Brand war im Jahre 1839. Wohl das größte Hochwasser war am 27. Februar 1784, dem die Häuser am Ufer im Mühlenviertel zum Opfer fielen.

Zentraler Anlaufpunkt ist heute die obere Mühlbrücke. Im Laufe der Zeit wurde Sie mehr und mehr zu einer zusätzlichen Verbindung zwischen Insel- und Bergstadt, jedoch allein für Fußgänger. Im Jahre 1980 wurden die Mühlen Stück für Stück umgebaut und werden bis heute stetig im Rahmen eines Sanierungsauftrags und in Anlehnung an die historische Mühlenbebauung erneuert. Manche Mühlen waren zerstört oder baufällig, daher kam das Sanierungsprojekt zustande, wobei man großen Wert darauf gelegt hat, den Charme des Mühlenviertels zu erhalten. Beispielsweise wurde der alte, teils zerstörte, teils baufällige Mühlensteg neu errichtet. Im Zuge der Sanierungen entstand ein unter den Studenten sehr begehrtes Wohnviertel, ein Hotel und ein Wasserkraftwerk, das auf ökologischem Wege Strom gewinnt. Das Wasserkraftwerk wird von den noch vorhandenen Mühlen und ihren Wasserrädern betrieben.

Die Lage des Mühlenviertels hinterlässt einen malerischen und harmonischen Eindruck, was es sehr begehrt macht. Aber auch als Gast lassen sich hier sehr schöne Stunden verbringen. Beispielsweise im „Eckerts“. Dieses bekannte Wirtshaus befindet sich direkt auf der oberen Mühlbrücke. Es besticht durch täglich wechselnde Speisekarten und einer einladenden Terrasse, die sich vor allem in den Sommermonaten höchster Beliebtheit erfreut.

Direkt daneben befindet sich das Hotel Molitor, wofür eine der älteren Mühlen aufwendig restauriert wurde. Es bietet Ruhe, Komfort und den Charme des Mühlenviertels. Zu Fuß sind Sie sehr bequem und zügig im städtischen Kern Bambergs.

Die Kombination aus alten restaurierten Mühlen und dem immerzu sprudelnden Jungbrunnen von angesiedelten Studenten bietet eine hübsche Mischung aus Jung und Alt, sodass hier jeder auf seine Kosten kommt.

Mühlenviertel
Bischofsmühlbrücke
96047 Bamberg

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